Instagram ist als visuelles Netzwerk sehr reizvoll, funktioniert aber eben auch etwas anders als Facebook, Twitter & Co, wenn es darum geht, gefunden zu werden. Darum soll dieser Beitrag einige hilfreiche Tipps geben, wie die eigenen Fotos und Videos auch tatsächlich gesehen, kommentiert und geliked werden.

1. Trick: Schließe von Dir auf andere!

Dieser Tipp ist grundsätzlich für die Arbeit in allen sozialen Netzwerken zu beachten, in denen man sich schon etwas länger bewegt und bei denen man an der Erfolgsschraube drehen möchte: Schließe von Dir auf andere! Das eigene Verhalten zu reflektieren und zu analysieren ist meiner Erfahrung nach immer ein guter Schritt in die richtige Richtung. Wie nutze ICH Instagram? Wo klicke ICH das Gefällt-Mir-Herz an? Wie suche ICH nach Bildern und tue ich das überhaupt? Wem folge ICH am liebsten?

Dahinter steckt eine simple Idee: Wenn man sich selbst auf eine bestimmte Art verhält, dann werden andere das auch tun. Natürlich werden nicht alle anderen User handeln, wie man selbst. Insofern ist dieser erste Trick ein Schritt in Richtung Erfolg, dem weitere folgen müssen.

2. Trick: Füge Ortsangaben zu Deinen Fotos hinzu!

Ortsangaben bei den Fotos helfen beim Erfolg der Bilder deutlich, schließlich suchen viele User gerne nach der Heimatstadt oder nach Orten, an denen sie gerne waren beziehungsweise sind. Ich selbst setze mich abends auch gern einmal auf die Couch, suche nach Hamburg - mein Wohnort und nebenbei die schönste Stadt der Welt - und schaue mir an, was fototechnisch so passiert ist.

Gerade in einer Metropole stellt sich dann die Frage, welchen Ort man für das Foto auswählt: Hamburg allgemein? Danach suchen potenziell natürlich sehr viele Menschen, genauso wahrscheinlich ist aber, dass sehr viele User unter dieser Ortsangabe Bilder hochladen. Das eigene Werk wird also sehr schnell unter den vielen tausend anderen verschwinden und untergehen. Besser ist daher, eine genauere Angabe zu machen. Gibt man beispielsweise Planten un Blomen (für alle Nicht-Hamburger: ein großer innerstädtischer Park) an, dann erscheint das Bild selbstverständlich, wenn man nach Planten un Blomen sucht, aber eben auch unter dem allgemeinen Suchbegriff "Hamburg, Germany", weil der Park eben in Hamburg liegt. Man hat also zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen: Das eigene Foto ist unter der allgemeinen Hamburg-Ortsangabe zu finden (und dort recht schnell im Daten-Nirvana verschollen) und gleichzeitig in der genaueren Ortsangabe für Planten un Blomen (da dort weniger Bilder eingestellt werden, ist es auch länger an prominenter Stelle zu finden).

Abwägen muss nun nur noch, wer Fotos in seinen eigenen vier Wänden macht, ob die ganze Welt wissen soll, wo genau das Zuhause sich befindet. 

3. Trick: Gib die richtigen Hashtags an!

Hashtags sind bei Instagram enorm wichtig. Entsprechend viel Zeit sollte man darauf verwenden, die richtigen anzugeben. Ich verwende wieder das Beispiel Hamburg.

Wenn ich, wie beschrieben, abends durch die Hamburg-Bilder scrolle, fallen mir natürlich automatisch einige Hashtags auf, die immer wiederkehren. Doch es lohnt sich, genauer hinzuschauen und zu vergleichen. Unter #typischhh sind beispielsweise aktuell 166 Beiträge zu finden, unter dem ähnlich klingenden #typischhamburg sind es mehr als 4.500. Beide Hashtags sind nun also kein riesiger Hit, aber der Unterschied ist vorhanden. Ich würde also dazu raten, das Hashtag #typischhamburg zu verwenden, zumal unter #typischhh dem ersten Anschein nach auch noch lediglich drei, vier verschiedene User posten. Weshalb also Platz in der Bildbeschreibung für einen Hashtag verschwenden, der quasi unter Ausschluss der Öffentlichkeit verwendet wird?

Gleichzeitig entdeckt man bei genauerem Hinsehen natürlich auch Hashtags, die einem bislang nicht geläufig waren. #hamburgmeineperle ist weit verbreitet und mir schnell aufgefallen, #hamburgerecken hingegen erst nach etwas mehr Suche - und darunter befinden sich immerhin 41.000 Fotos und Videos.

Ebenso lohnt sich, Ausschau nach Hashtags zu halten, die nicht direkt etwas mit Hamburg zu tun haben, aber dennoch zum eigenen Foto passen. Ein Beispiel wäre #citylights. Darunter sind dann zwar auch Nacht- und Abendbilder aus anderen Metropolen wie New York und Paris zu finden, aber aus welchem Grund sollte sich in dieser Sammlung nicht auch ein Bild von Hamburg befinden?

Wichtig ist dabei übrigens immer, dass die Hashtags zum Bild passen sollten. Wenn ich beispielsweise nach #elbphilharmonie suche, dann möchte ich Bilder des Bauwerks sehen und keine Portraitaufnahmen oder Selfies von Leuten in der eigenen Wohnung. Da klicke ich sicher nicht das kleine Herzchen an - eher im Gegenteil verärgern mich die unpassenden Bilder.

Es macht also Sinn, sich eine Liste von passenden Hashtags anzulegen, sodass die richtigen schnell und einfach in die Bildbeschreibung kopiert werden können.

4. Trick: Eigene Aktivität wird gedankt!

Dieser Tipp gilt wieder für alle Social Networks: Wer selbst inaktiv ist und nur konsumiert, wird keinen Erfolg haben. Soziale Netzwerke leben vom Austausch, von der Kommunikation. Auf Instagram bezogen bedeutet das: Selbst bei Bildern anderer User "Gefällt mir" zu klicken und diese zu kommentieren, führt dazu, dass auch bei den eigenen Bildern mehr Interaktionen aufkommen. Schließlich will man doch mal wissen, wer beim eigenen Bild ein Herzchen hat springen lassen und klickt den User an, um dort vielleicht auch mal den "Gefällt mir"-Knopf zu drücken.

Um noch einmal von mir auf andere zu schließen: Fremde Usernamen werden mit Sicherheit auch eher angeklickt, wenn diese ein Profilbild haben. Das wirkt doch deutlich ansprechender, als das voreingestellte Avatar.

5. Trick: Auf Qualität achten!

Instagram ist ein Netzwerk für den schnellen Foto- und Videokonsum. Typischerweise wird Instagram beispielsweise aufgerufen, wenn man morgens in der Bahn zur Arbeit sitzt. Beim Durchscrollen der Bilder bleibt man aber natürlich nur dort hängen, wo Qualität ist. Anders ausgedrückt: Verschont die Welt mit dem Foodporn! Gefragt sind Nutzer, die den richtigen Moment für ein Foto erkennen und ein Auge für ungewöhnliche Perspektiven haben. Wer damit überraschen und aus dem Fotowust herausragen kann, der hat auch gute Chancen, gesehen zu werden und neue Follower zu generieren.

Mein Instagram-Profil ist übrigens hier zu finden.

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