Bei Twitter tut sich etwas: Mit Hilfe eines Algorithmus soll man sich nun seine Timeline organisieren und wichtige Tweets zuerst anzeigen können. Da das dem Kern des Kurznachrichtendienstes zuwider läuft, gibt es hier einen Tipp, wie Twitter es selbst bleiben und dennoch übersichtlicher gestaltet werden kann.

Twitter ist vor allem eines: Ein Dienst, der Nachrichten in Echtzeit anzeigt. Ob die nun alle so relevant sind, sei dahingestellt und hängt auch von den Personen und Institutionen ab, denen man selbst folgt. Aber Twitter bietet einem das Gefühl, in Real-Time dabeizusein, wenn da draußen in der Welt etwas passiert. Ein Algorithmus, der die vielen Tweets - wenn auch nach selbst festgelegten Optionen - sortiert, macht diesen Kern des 140-Zeichen-Dienstes kaputt. Dann befindet sich weit oben in der Timeline, was einem eine schnöde Formel ansagt, nicht mehr das, was als letztes gepostet wurde. Ich also würde Abstand von dieser Sortierung nehmen und organisiere mir die Tweets lieber auf andere Weise.

Übersichtlichkeit mit Tweetdeck und Listen

Um für Übersichtlichkeit zu sorgen, bedarf es eines Dienstes namens Tweetdeck. Damit lassen sich unterschiedliche Twitter-Accounts gleichzeitig verwalten und - ganz heißer Tipp - sogar das Vorprogrammieren von Tweets ist möglich. Dabei besteht der Tweetdeck-Bildschirm aus unterschiedlichen, frei kombinierbaren Spalten, in denen beispielsweise die eigene Timeline, Benachrichtigungen, Direktnachrichten...und eben auch Listen dargestellt werden können. Wer Tweetdeck nutzen möchte, kann sich dort einfach mit seinen Twitter-Daten einloggen.

Um nun eine oder mehrere Listen zu erstellen, klickt man in Twitter ganz oben auf sein Profilfoto. Daraufhin öffnet sich ein Menü, bei dem der Link "Listen" auszuwählen ist. Auf der rechten Seite kann nun die Punkt "Neue Liste erstellen" ausgewählt werden. Der kann man einen Namen und eine Beschreibung geben und erklären, ob sie öffentlich eingesehen werden kann. Im Anschluss schaut man sich alle Accounts an, denen man folgt. Bei denjenigen, die der erstellten Liste hinzugefügt werden sollen, klickt man auf das kleine Zahnrad und wählt den Punkt "Den Listen hinzufügen oder daraus entfernen" aus. Fertig!

Auf diese Weise können beliebig viele Listen angelegt werden. Da ich persönlich Twitter vor allem für den Konsum von Nachrichten nutze, habe ich meine Listen "Medien+Nachrichten", "Sport" und "Kultur" genannt.

In Tweetdeck kann man sich nun neue Spalten für seine Listen anlegen und diese beliebig sortieren. Einfach dafür im linken Menü auf das Plus-Zeichen klicken...

Die eigentliche Timeline bleibt davon übrigens unberührt. Dort laufen weiterhin alle Tweets ein - auch diejenigen von Accounts, die einer Liste hinzugefügt wurden. Die Listen ordnen aber die Informationsflut von Twitter in dem Sinne, dass die vielen Postings thematisch sortiert werden. Das hilft ungemein und hat auch noch zusätzlich den kleinen, aber mitunter netten Vorteil, dass man Accounts den Listen hinzufügen kann, denen man nicht folgt.

Kommentar schreiben


Sicherheitscode
Aktualisieren