Ein Segelboot, die unendliche Weite des Meeres, einen herrenlos umher schwimmenden Frachtcontainer - und Robert Redford. Mehr braucht es nicht, um einen grandiosen, spannenden und mitreißenden Film zu machen. "All is lost" legt die Messlatte für das Kinojahr schon Anfang Januar ganz hoch.

Regie-Ikone Ridley Scott hat einen neuen Film. In den Hauptrollen sind Stars wie Michael Fassbender, Cameron Diaz, Penélope Cruz, Javier Bardem und Brad Pitt zu sehen. Da liegt die Vermutung nahe, "The Counselor" wäre ein heißer Oscar-Favorit und ein neuer Kino-Meilenstein des Alien- und Gladiator-Regisseurs. Wer das allerdings denkt, wird enttäuscht.

Sie ist erst 17 Jahre jung, sie ist schön und sie arbeitet als Prostituierte. Francois Ozons neuer Film "Jung & schön" behandelt ein heikles Thema, hat einige Schwächen und ist dennoch absolut sehenswert - vor allem wegen der grandiosen Hauptdarstellerin Marine Vacth.

Spiderman, Iron Man, Hulk, X-Men, Captain America und und und. Jedes Jahr erscheinen mehrere Filme von Superhelden des Comicverlages Marvel. Aktuell schwingt Thor wieder seinen Hammer und versucht nicht nur die Erde vor ewiger Finsternis zu retten. Finster ist "The Dark Kingdom" zwar nicht, aber sicher auch kein cineastisches Highlight.

Der US-Präsident ist der mächtigste Mann der Welt, wird sprichwörtlich immer behauptet. Im Film "The Butler" - einem heißen Oscar-Anwärter - tauchen gleich mehrere US-Präsidenten auf, sind aber nur Beiwerk. Der Fokus liegt auf denjenigen, die sonst nichtmal Nebenpersonen sind - auf den Butlern im Weißen Haus. Hier machen sie Geschichte und Geschichten.

Zwei Astronauten kämpfen im Weltraum ums Überleben - eine ganz simple Handlung. Dennoch wird der Film "Gravity", an dem Regisseur Alfonso Cuarón mehr als vier Jahre arbeitete, mit Vorschusslorbeeren überhäuft und gilt schon jetzt als heißer Oscaranwärter. Zurecht?