So schön und so gefährlich: Hollywood-Beauty Zoe Saldana spielt in Luc Bessons neuem Rache-Thriller „Colombiana“ eine eiskalte Profikillerin, die nach dem Mörder ihres Vaters sucht. Einziges Problem: Dem Thriller fehlt der Thrill.

Dabei hätte mit der Geschichte (die zehnjährige Cataleya muss mit ansehen wie ihre Eltern ermordet werden, lässt sich zur Killerin ausbilden und übt Jahre später blutige Rache) und dem Personal (Zoe Saldana als sexy Hauptdarstellerin, Luc Besson – der Kopf hinter der Transporter-Reihe – als Autor, und Transporter-3-Regisseur Olivier Megaton als Chef am Set) ein wenn auch nicht hochklassiger, dann doch wenigstens ein cooler Action-Film entstehen müssen.

Leider funktioniert das kaum. Der skurrile Besson-Witz tritt nur selten in Erscheinung, zwischen den Actionsequenzen ist zuviel Leerlauf und die Handlung ist nicht nur nicht mitreißend, sondern gar nicht vorhanden. Statt viel Action, Stunts und Spannung, wie man es in einem derartigen Genre-Film erwarten darf, bekommt der Zuschauer vor allem eines zu sehen: Zoe Saldana, die in der Star-Trek-Neuauflage die Uhura spielte und in „Avatar – Aufbruch nach Pandora“ als Neytiri zu sehen war. Wie der Zufall es will, muss sich die von ihr verkörperte Killerin für ihre Aufträge stets in hautenge oder äußerst knappe Outfits kleiden und sorgt so für ein optisches Highlight. Reicht das? Nein!

So kann leider nur der große Showdown die Erwartungen an einen Luc-Besson-Actionfilm erfüllen. Der Rest wirkt oftmals wie halbherzige Action-Massenware. Die scharfe Killerin Cataleya schießt in „Colombiana“ scharf. Dass ein entsprechender Rache-Thriller aber auch von der ersten bis zur letzten Minute spannend, innovativ inszeniert und hervorragend besetzt sein kann, beweist „Wer ist Hanna“ – ebenfalls in diesem Jahr erschienen und deutlich sehenswerter.

Von Stephan Voigt

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