Zwischen 2002 und 2007 brachte Regisseur Sam Raimi drei Spiderman-Filme ins Kino, schon 2012 folgte der Neustart der Reihe - mit Marc Webb im Regiestuhl und Andrew Garfield als Spinnenmann. Trotz der kurzen Zeit zwischen den beiden Serien funktioniert der Reboot, der nun mit "Rise of Electro" in die spektakuläre zweite Runde geht und dabei leider Schönheitsfehler hat.

Alles begann mit dem gigantischen Erfolg von Iron Man 2008. Seitdem schickt der Comic-Verlag Marvel jedes Jahr ein oder zwei seiner Helden auf die Kinoleinwand und macht diese zu Kassenknüllern. Jetzt ist Captain America mit seinem zweiten Solo-Abenteuer am Start, nachdem sein erster Auftritt eher missraten war.

Spiderman, Iron Man, Hulk, X-Men, Captain America und und und. Jedes Jahr erscheinen mehrere Filme von Superhelden des Comicverlages Marvel. Aktuell schwingt Thor wieder seinen Hammer und versucht nicht nur die Erde vor ewiger Finsternis zu retten. Finster ist "The Dark Kingdom" zwar nicht, aber sicher auch kein cineastisches Highlight.

Regisseur James Mangold, bekannt für das Johnny-Cash-Biopic "Walk the Line", führt Regie beim neuen Superhelden-Film um X-Man Wolverine. - Wer bei dieser Ankündigung auf einen ähnlich ernsten und charakterlich tiefen Film wie bei Christopher Nolans Dark-Knight-Trilogie hoffte, der wird bei "Wolverine: Weg des Kriegers" enttäuscht. Dennoch ist der Film sehenswert.

Eine US-Militärbasis wird angegriffen, danach taucht ein Bekenner-Video eines Mannes auf, der Osama Bin Laden deutlich ähnelt. Er werde Amerika weiter mit Terror überziehen und niemand wird ihn kommen sehen, sagt er. So beginnt die dritte Verfilmung der "Iron Man"-Comics - realistischer und bedrohlicher als alle Teile vorher. Wer nun eine neue Ernsthaftigkeit ähnlich der Dark-Knight-Trilogie von Regisseur Christopher Nolan erwartet, der irrt nur zum Teil.

Ein Sturm zieht auf... Nach den Geschehnissen in Christopher Nolans zweitem Batman-Film "The Dark Knight" ist Gotham City weitgehend frei von Verbrechen, Bruce Wayne ist schon seit acht Jahren nicht mehr in das Kostüm des Fledermaus-Mannes geschlüpft und die Schönen und Reichen feiern sich, ihre Macht und ihr Geld. Wie alle großen Imperien und Kulturen ist auch dieses Gotham City dem Untergang geweiht. Gibt es einen besseren Plot für das lang ersehnte Finale von Nolans Batman-Trilogie?

Gerade einmal zehn Jahre ist es her, dass der Schüler Peter Parker - damals noch von Tobey Maguire gespielt - im Kino von einer genetisch veränderten Spinne gebissen wurde, Superkräfte bekam und als Spiderman fortan gegen das Böse kämpfte. Jetzt wurde die Geschichte neu verfilmt. Viele werden sich fragen, weshalb sie sich das alles nochmals - nur mit Andrew Garfield in der Hauptrolle - ansehen sollten. Die Antwort: Weil die 2012er Version die bessere ist!

Alles begann 1944 in einem Konzentrationslager in Polen – der erste X-Men-Film aus dem Jahr 2000 genauso, wie der jetzt aktuelle. Das Prequel „X-Men: Erste Entscheidung“ beginnt mit der gleichen Szene, beleuchtet dann aber die Vorgeschichte der Mutanten. Und das ist sehenswerter als der Vorgänger-Film – oder besser der dritte Nachfolger?